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Im Jahre 1911 trat ich als
Schnitt- und Stanzenbauer in die Firma ein. Ganz besonders war es ein
Arbeitskamerad, der obgleich wohl doppelt so alt wie ich, mich besonders
anzog. Er war nämlich vor vielen Jahren als Nadelmacher zugereist. Von ihm
habe ich erfahren, wie die Stecknadeln hergestellt wurden.
Des weiteren interessierte mich auch die Herstellung von
Christbaumschmuck aus Zinn, der zu dieser Zeit nur noch ganz vereinzelt
angefertigt wurde, da er jedenfalls zu teuer war und deshalb mit dem bunten
Thüringer Glas-Christbaumschmuck nicht mehr konkurrieren konnte. Außer als
Christbaumbehang wurde der Zinnschmuck auch zu Reklame- und Firmenschilder
benutzt.
Die eigentliche Fabrikation im Betriebe galt Christbaum-Lichthaltern und
so genannten Blechfüllartikeln. Als Spezialität wurden lithographierte
Christbaum-Lichthalter hergestellt, d.h. die Christbaum-Lichthalter waren
nicht nur bunt lackiert, sondern auch mit Bildern bedruckt.
Mit Kriegsausbruch musste ich die Firma verlassen und als ich 1918 aus
dem Felde in die Heimat zurückkam, standen nur noch die leeren Gebäude der
Fabrik. |