Der Moment

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Ungeduldig warte ich,

auf einen Gruß von dir

doch nichts,

nicht mal ein klitzekleines Wort.

Dein Blick,

er galt nicht mir.

Du sahst mich an

und gleich darauf weit fort.

 

Noch gestern

hab ich es gespürt,

ein Knistern

zwischen dir und mir.

Es war ein Spiel

und hat mich doch berührt,

ich spürte

die Geborgenheit bei dir.

 

Mein Zögern,

dem Gefühl nicht zu erliegen

war es aus Angst

vor Lachen und Verrat?

Ich sah dich an

und hab geschwiegen

als mich dein Blick

danach gefragt.

 

Ich frag mich nun,

wäre ich geblieben

was wär’

bei Tageslicht geschehn?

Könntest du

mich wirklich lieben

den Weg

mit mir gemeinsam gehn?

 

Ich habe

gestern viel verloren,

verloren,

ehe es begann.

Ich wollte

einfach nichts riskieren,

hab wortlos

den Moment vertan.

 

U. Mühlberg, Dezember 2001